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Webdesign für EinsteigerSpezifikationenEin heikles Thema: Es gibt Standards oder Spezifikationen (kurz: Specs) für korrekten HTML-Code (Hypertext Markup Language) im Internet, nachzulesen oder herunter zu laden auf den Seiten des World Wide Web Consortium (W3C). Sie werden aber meist nicht eingehalten. Auch die in diesen Seiten angeführten Referenzen halten sich übrigens nicht immer vollständig an die "Specs". Dabei ist Standardtreue meist möglich, oft unter Einschränkung gestalterischer Möglichkeiten bzw. Aufgabe verfahlter Erwartungen. Je nachdem, was man will, wird es zuweilen kompliziert, korrekten Code zu verwenden. Ein technisches Problem verursachen die Browser, allen voran die zuweilen ärgerlichen Browser der 4er-Generation von Netscape, die sich in der Interpretation allzu oft nicht um HTML- und schon gar nicht um CSS-Standards (Cascading Style Sheets) kümmern. Viele faszinierende Möglichkeiten, die z.B. der CSS-2-Standard für die Positionierung von Elementen bietet, vergisst man besser bis auf Weiteres, will man nicht insbesondere unter Netscape 4.x völlig "zerschossene" Seiten riskieren. Die neueren Mozilla-Versionen verarbeiten dagegen auch CSS 2-Anweisungen besser als Microsofts Internet Explorer 5 (MS IE), so z.B. per CSS definierte maximale Seitenbreiten oder Anweisungen wie "position: fixed;". Der MS IE 6 gar erarbeitet sich gerade einen ähnlichen Ruf wie weiland Netscape 4.x. Cross-Browser KompatibilitätEin Wortungetüm, aber wichtig: Cross-Browser Kompatibilität meint die Anwendbarkeit von Lösungen auf verschiedenen Browsern. Besonders deutlich wurde das früher bei Einsatz von JavaScript: Für viele Lösungen war die umständliche Anpassung an Besonderheiten der Netscape- wie Microsoft-Browser nötig. Man sollte nicht damit rechnen, dass eine einmal erstellte Seite (selbst, wenn sie standardtreu ist) auf allen Browsern gleich dargestellt wird, dies ist mit HTML- und CSS-Mitteln nicht möglich. Webdesigner müssen flexibel sein in der Verwendung von Browsern und Betriebssystemen: Jede Seite sollte auf einer möglichst repräsentativen Auswahl von Browsern und am besten unter verschiedenen Betriebssystemen geprüft werden. Denn selbst nach Nummer gleiche Browser-Versionen stellen eine Seite je nach Betriebssystem zuweilen sehr unterschiedlich dar. Wer denn trotz der vielfach im Netz nachzulesenden Nachteile von Frames darauf besteht, sollte einen Browser verwenden, in dem Frames deaktiviert werden können, z.B. Opera. Das erleichtert die Gestaltung des noframe-Bereichs, den zu vernachlässigen ein echter Kunstfehler ist. Degrading gracefullyEin weiterer Anglizismus: "Degrading gracefully" meint vereinfacht ein Webdesign, das älteren, zur Interpretation modernen Codes unfähigen Systemen dennoch die möglichst verlustfreie Wiedergabe der Inhalte ermöglicht. Gutes Beispiel ist der Einsatz von CSS zur HTML-unabhängigen Formatierung: Kennt ein alter Browser kein CSS, lässt er diese Bereiche oder zu ladenden Extradateien fort. Vorsicht bei Einsatz der CSS-2-Möglichkeiten zur Element-Positionierung: Damit kann schnell einem Browser wie Netscape 4 ein Bild über Textbereiche rutschen und sie verdecken, weil er diese Anweisungen falsch interpretiert, oder weil aus Sicherheitsgründen JavaScript und damit in diesem Browser auch CSS deaktiviert ist. Weitere InformationsquellenEine der besten, wenn auch gewöhnungsbedürftigen Quellen für technische Informationen ist das Usenet mit seinen zehntausenden von themenorientierten Diskussionsgruppen. Zum Thema HTML empfiehlt sich das Mitlesen und/oder Fragen in der Newsgruppe dciwam (Auf Ihrem System muss ein Newsreader installiert und ein Newsserver korrekt eingestellt sein, um Newsgruppen zu lesen und daran teilzunehmen. Alternativ gibt es den Zugang via groups.google.com). Damit Anfänger nicht gleich mit einer Frage dumm auffallen, die bereits hunderte Male gestellt und beantwortet wurde, gibt es für diese Gruppe eine umfängliche FAQ-Sammlung (frequently asked questions, zu Deutsch: dauernd gestellte Fragen), deren Lektüre sich vor dem Fragen unbedingt empfiehlt. SELFHTML 8.1 von Stefan Münz, eine nach kostenlosem Download auch offline zu verwendende Einführung in HTML & Co., kann ebenfalls den Einstieg erleichtern. Bei manchen "Profis" (oder die sich dafür halten) ist sie verpönt, da hier und da Fehler auftauchen: Wie sollte es anders sein bei (ausgedruckt) über 1.000 Seiten? Nirgendwo sonst erhalten Anfänger und Fortgeschrittene "für lau" etwas vergleichbar Ausführliches.
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Dies Dokument: http://joensson.net/webdesign/webdesign-einsteiger.shtml Letzte Änderung: 24. April 2005, 16:08:15 |